
(c) Thomann.de
Mensch, das war ja wieder Nerven aufreibend! Aber dennoch: Es hat sich gelohnt. Ich habe mir vor etwas eine Woche das links abgebildete E-Drumset bestellt. Damit hat das nervige Drumsprogrammieren endlich Ende! Ob das ganze meinen Projekten förderlich sein wird, muss sich jedoch erst noch zeigen, denn zunächst muss ich erstmal ordentlich spielen lernen und da hilft wie immer nur: Üben, üben und …. ähh… üben!
Die Vorgeschichte
Ich hatte das Instrument am Sonntag per Nachnahme bestellt. Die ganze Woche über (denn ich bin unter der Woche nicht zuhause) freute ich mich also auf den Freitag, um endlich ein neues Instrument in Empfang zu nehmen. Und was ist? Nix! Nada! Niente! Das Paket war nicht da!
Ich beruhigte mich selbst und sicherte mir selbst zu, das Paket (tatsächlich waren es zwei!) würde halt am Samstag kommen. Aber weit gefehlt! Ich musste meine Übungseinheiten also wohl oder übel erstmal auf Montag vertagen. Also stehe ich heute zeitig auf (hab extra Urlaub genommen) und warte… und warte… und warte. Als um die Mittagszeit immer noch kein Paket eintrudelte, rief ich bei DHL an, gab die Paketnummer durch und erfuhr schreckliches: Bei denen lag eine Benachrichtigungsmitteilung vom 4. März vor! Super, dass die eine Benachrichtigung bekommen haben! Hätte ich auch gerne!
Also schnurstraks (schreibt man das so?) zur Post, die sich ja glücklicherweise direkt gegenüber befindet, und mein Paket endlich abgeholt. Als kleiner Tip so weit: Wenn ihr etwas bestellt, worauf ihr sehnsüchtig wartet, dann lasst es euch per Hermes oder UPS schicken! Um eins klar zu stellen: Thomann hat das Paket bereits am Dienstag, 2.3.10, verschickt! Wieder einmal ein top Service!
Der Aufbau
Dieser gestaltete sich glücklicherweise extrem einfach! Auch ich, der nahezu keine Ahnung von Schlagzeugaufbauten hat, hatte das Ding nach gefühlten 10 Minuten (tatsächlich aber 1 Stunde) fertig aufgebaut. Die Verkabelung war denkbar einfach, da jeder Buchse und jedes Kabel vorbildlich beschriftet ist. Bevor es aber ans Spielen geht, erst noch die ersten Feinjustierungen machen. Die Snare weiter in die Mitte, das Ridebecken, nicht wie oben auf dem Bild wie ein Crash, sondern ordnungsgemäß über die “Standtom”, gehängt, die Toms etwas schräger, fertig!
Und spielen, spielen, spielen
Ich kann bei der Bewertung der Bespielbarkeit, Herstellung, Materialien etc. nur auf meine höchst subjektive Wahrnehmung setzen. Die mitglieferten Sounds sind definitiv alle brauchbar. Soviel kann man schon mal sagen. Mich stört vor allem der extrem starke Hall, den man leider auch nicht ausschalten kann. Somit hört es sich immer ein bißchen an, als würde man in einer Kirche oder eine großen Halle spielen. Die Sounds insgesamt sind nicht in so einer Fülle vorhanden, wie ich es gerne hätte. Viele der mitgelieferten Sounds hören sich für mich einfach identisch an, sodass man netto vielleicht 4 bis 6 Sounds pro Schlageinheit (oder Pad) hat. Was ich gut finde: Das Hi-Hat-Pedal kann man auch mit einen anderen Sound belegen (wie eigentlich jedes Pad), sodass man auch erste Doublebass-Übungen anfangen kann. Für das echte Spielgefühl ist aber ein richtige Doublepedal zu empfehlen. Das Bass-Pad ist dafür auf jeden Fall groß genug.
Ebenfalls blöd ist, dass man das Set nicht so ohne weiteres erweitern kann. Möchte man also noch ein paar Pads mehr dranhängen, muss ein neues Drummodul (der Computer) oder “Drumbrain” her. Wirklich schöne Ridebecken Sounds sind ebenfalls nicht enthalten. Klingen für mich alle sehr stark nach Crash-Rides, wo ich doch den sanften, hellen, unaufdringlichen Ton von Ridebecken so sehr mag ![]()
Außerdem handelt es sich bei all den mitgelieferten Pads um Mono-Pads, d.h. man kann sie nur mit einem Sound belegen. Also ein Ridebecken ohne Glocke, eine Snare oder Rimshots (das auf den Rand hauen) und keine Crashbecken, die man mit der Hand schön abstoppen kann.
Aber: Die Pads machen durchaus was her. In puncto Bespielbarkeit kommt man da mit ganz gut zu recht. Auch das Bass-Pad reagiert sehr gut, wie beinahe alle Pads, sodass eigentlich keine Schläge verschluckt werden. Nur beim Hihat-Becken ist mir aufgefallen, dass es einige Anschläge bei schnellem Spiel unschön schluckt.
Den mitgelieferten Kopfhörer sowie den Hocker, kann man übrigens in der Pfeife rauchen, aber da bietet Thomann ja schon ein entsprechendes Bundle an.
Fazit: Für jemanden wie mich, der das Schlagzeugspiel v.a. erlernen möchte ohne einen Nachbarschaftskrieg zu riskieren, ist das MPS-100 durchaus ein guter Fang. Man kann Basics wirklich gut üben und auch weiterführende Techniken, wie z.B. Doublebass, gut trainieren. Wie sich das Ding im Proberaum schlägt, kann ich freilich nicht sagen, da ich derzeit eine “Anstellung” als Gitarrist habe ![]()
Preis und Leistung liegen jedenfalls in einem guten Verhältnis, sodass ich das Drumset durchaus Anfängern oder Amateure, die leise zuhause üben wollen, weiterempfehlen würde. Weitere technische Details erfahr ihr auf der Website des Verkäufers!
Ein kleines Soundbeispiel haben wir hier:
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Tags: E-Drums, MPS100, Schlagzeug, Thomann





